Die jüdische Reformgemeinde Hameln, 1997 von Rachel Dohme und einer kleinen Gruppe russischer Einwanderer gegründet, ist die erste nach der Shoah in Hameln entstandene jüdische Gemeinde. Inzwischen ist sie auf über 200 Gemeindemitglieder angewachsen, von denen die meisten russische Neueinwanderer sind. Die jüdische Gemeinde Hameln (JHG) gehört der Union progressiver Juden in Deutschland sowie der Europäische Region der Weltunion des progressiven Judentums an, und der Zentralrat der Juden in Deutschland an. Die JGH ist eine dynamische Gemeinschaft, die in der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits sehr viel für die Wiederbelebung jüdischen Lebens in Hameln geleistet hat. So hat sie u.a. erreicht, dass der während des Zweiten Weltkrieges entweihte alte jüdische Friedhof seit 1999 wieder als Ruhestätte genutzt werden kann. Ein neuer und größerer, von der Stadt Hameln verwalteter Gemeindefriedhof war im November 2001 wird noch in diesem Frühjahr seiner Bestimmung übergeben. Die JGH unterhält auch eine Chevra Kaddishah (Beerdigungsgesellschaft). Vor kurzem hat die Gemeinde die erste komplett neu errichtete Reformsynagoge nach dem Krieg in Deutschland fertiggestellt. Die neue Synagoge steht exakt an der Stelle, an der, bis zu ihrer Zerstörung durch die Nationalsozialisten am 9. November 1938, die alte Synagoge der Stadt stand. Die neue Synagoge wurde am 20. Februar 2011 eingeweiht.
Die Jüdische Gemeinde Hameln bietet eine Vielzahl religiöser und sozialer Dienste an wie Feiertags und Schabbatgottesdienste, Lebensabschnittzeremonien, einen Grundkurs in Judaismus auf Russisch, eine Religionsschule, Erwachsenenbildung, eine jüdische Musikgruppe, Deutschkurse sowie verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Im Jahr 1999 organisierte die Gemeinde ein jüdisches Sommerlager, das allen liberalen Gemeinden in Deutschland offenstand. Darüber hinaus hilft sie bei Bedarf allen nicht-deutschsprachigen Mitgliedern bei Arztbesuchen und anderen Terminangelegenheiten.
Diese Website ist ein wichtiges Medium unserer Öffentlichkeitsarbeit, um über die besondere Situation der deutschen Juden und der russisch-jüdischen Einwanderer zu informieren. Die Gemeinde hat damit begonnen, für ihre eigenen Bedürfnisse Geld zu sammeln durch Projekte wie einen neuen Lebensbaum. Wir sehen der Zukunft mit Zuversicht entgegen. Spenden zum Günsten der Synagogen-Bau konnen Online gemacht werden.
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